Vorsorge Schwangerschaft

Vorsorgeuntersuchungen können werdende Mamas beim Frauenarzt/Ärztin und bei Hebammen in Anspruch nehmen. Vorsorge ist wichtig und nötig, um eine Schwangerschaft sorgenfrei genießen zu können.

Zu Beginn der Schwangerschaft gehen die meisten Frauen in einem vierwöchigen Rhythmus zu den Vorsorgeuntersuchungen. Treten Schwierigkeiten oder Probleme auf, kann sich der Untersuchungsrhythmus natürlich verkürzen. Ab der 30. Schwangerschaftswoche gehen werdende Mamas in einem zweiwöchigen Rhythmus zum Arzt oder zu ihrer Hebamme.

 

Zu den klassischen Vorsorgeuntersuchungen gehören unter anderem: 

  • Ananmnese
  • Bestimmung des Entbindungstermins
  • drei Ultraschalluntersuchungen
  • Blutdruck messen, wiegen, Untersuchung des Urins
  • Bestimmung der Blutgruppe
  • Antikörper-Suchtest
  • Rötel-Titer-Bestimmung
  • HIV-Test
  • CTG (Herztöne des Kindes beobachten, Wehentätigkeit kontrollieren)

 

Schon vor der Geburt spielt neben dem Frauenarzt/der Frauenärztin die Hebamme für viele Frauen eine wichtige Rolle. Sie ist neben dem Frauenarzt oder der Frauenärztin DIE Ansprechpartnerin bei Fragen, Sorgen, Problemen und Nöten rund um die Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. Kontakt zu Hebammen bekommen Frauen über Krankenhäuser, per Empfehlung oder über das Telefonbuch und Internet. 

 

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, sich um eine Hebamme zu kümmern?

Beleghebamme: Möchte die werdende Mama mit einer Beleghebamme entbinden, sollte sie sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft um einen Kontakt kümmern. Beleghebammen sind meist schnell ausgebucht und können nur eine kleine Anzahl an Frauen betreuen. Bedeutet: ab Bekanntwerden der Schwangerschaft (siebte oder achte Woche), sollten sich werdende Mamas um eine Beleghebamme bemühen.

 

Hebamme: Mit der Suche nach einer klassischen Hebamme können sich werdende Mamas etwas mehr Zeit lassen. Hier kommt es darauf an, ob Frauen bereits Vorsorgeuntersuchungen bei Hebammen wahrnehmen wollen oder nicht. Grundsätzlich gilt, Hebammenleistungen können Frauen während der gesamten Schwangerschaft in Anspruch nehmen. Sie werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

 

Zu den Vorsorgeleistungen der Hebammen gehören unter anderem folgende Untersuchungen und Maßnahmen: Tipps und Behandlungen bei Beschwerden in der Schwangerschaft, Hören der Herztöne des Kindes, Feststellen von Wehentätigkeit, vaginale Untersuchungen, geburtsvorbereitende Akupunktur, Vorbereitungskurse, Gespräche rund um Schwangerschaft und Geburt, etc.

 

Hebammen nehmen sich oft mehr Zeit als die behandelnden Ärzte und haben stets gute Tipps bei kleinen und größeren Schwangerschafts-Wehwehchen. 

 

Geburt

Heute  werden die meisten Geburten von Hebammen geleitet. Heißt: Ärzte schreiten nur ein, wenn es medizinisch notwendig ist. Ob Hausgeburt, Geburtshaus oder im Krankenhaus, immer sind Hebammen bei den Geburten dabei.

 

Sie untersuchen die werdende Mama und unterstützen während der Geburt mit Tipps zur Atmung, Geburtspositionen oder bei Entscheidungen zur Schmerztherapie. Hebammen begleiten Frauen also durch die ganze Geburt und packen mit an: machen beispielsweise den Dammschutz, nehmen die Babys in Empfang, machen die ersten Kontrolluntersuchungen oder gebären mit den Frauen die Nachgeburt. Je nachdem, ob sich die Frau für eine Beleghebamme entschieden hat oder die Hebammen des jeweiligen Krankenhauses in Anspruch nimmt, kennt Mama bereits ihre Hebamme oder nicht.